“52 times ME”…was soll das denn nun wieder sein, werden sich wohl die meisten Leser denken.

Nun, damit ist ein sehr persönliches Projekt gemeint, welches ich nun, Mitten im August 2018 starte.
Mir ist klar geworden, dass ich in den letzten beiden Jahren das wohl wichtigste Werkzeug eines Fotografen vernachlässigt habe – die Arbeit an persönlichen Projekten, freien Arbeiten, Tests oder wie man es auch immer nennen möchte. Kreativität entsteht durch Tun und benötigt auch ein gewisses Maß an Leichtigkeit. Ständiges und ausschließliches Arbeiten an Kundenprojekten und meiner Lehrtätigkeit in der Lightbox Academy hat meinen Fokus vollkommen vereinnahmt und ich habe dabei leider einen wichtigen Faktor aus den Augen verloren – regelmäßig etwas Fotografisches zu tun, das nicht direkt als Auftrag oder zu kommerziellen Projekten gehört.
Den Kopf frei bekommen, zu experimentieren, auch Fehler machen und scheitern zu dürfen, ohne Angst vor finanziellen Auswirkungen. Damit ich diesen guten Vorsatz nicht all zu leicht wieder begrabe, ist im Gespräch mit Marko Zlousic (www.neonhippo.net) die Idee entstanden, einmal wöchentlich eine freie Arbeit für ein Jahresprojekt zu machen.
Beim Projektthema wollte ich mich nicht auf ein Genre einschränken (52 Portraits oder Makros oder ähnliches wäre mir zu langweilig erschienen und war mir vor allem nicht spezifisch genug).

Daher “52 times ME” – ein Jahr lang jede Woche ein persönliches Fotoshooting. Dabei kann es sich um ein einzelnes Foto handeln oder um eine Strecke. Vielleicht entsteht ja sogar die eine oder andere Serie, wer weiß. Und genau das ist für mich der Knackpunkt dieses Projektes – ich weiß noch nicht, worauf ich kommende Woche fotografisch Lust habe, was mich erwartet und wo es mich hintreibt. Ich begebe mich sozusagen auf die Suche nach dem fotografischen ICH – und werde mich hoffentlich mindestens 52 mal in meinen Bildern wiederfinden. Es ist ein Wagnis, ein Experiment, eine Reise in die Überraschung, hochspannend und auch etwas beängstigend (werd ich es schaffen, jede Woche trotz dichtestem Kalender Zeit für ein Projekt zu schaffen?).

Wie dem auch sei – ich freue mich auf diese Reise und auch auf Feedback, Kommentare, Tipps und Anregungen und viele schöne Momente.

Robert

…und hier gehts zu ME_01 🙂